FUTUREMANIA - The Captain Future Fan Site

Captain Future - Der Film

Das Wichtigste in Kürze

Christian Alvart (Pandorum, div. Tatorte), der bereits 2010 die Verfilmung ankündigte, hat inzwischen alle nötigen Rechte, auch die Design-Rechte von Toei Animation, erwerben können, so dass lizenzrechtlich gesehen einem Captain-Future-Leinwandabenteuer nichts mehr im Wege steht. Das Filmprojekt befindet sich allerdings derzeit noch im Zustand Entwicklung/Finanzierung, d. h. ein fertiger Film wird frühestens 2019 (wahrscheinlicher ist 2020/21, vielleicht wird es auch noch später) in die Kinos kommen.

Hier geht's zu "CF" bei Syrreal Entertainment (eine leicht verbesserte Version des geleakten Trailers läuft dort übrigens als Hintergrundbild): >click<

Verfilmungs-News: Das Interview vom Dezember 2017 - Eine Analyse der Aussagen

Anlässlich des Films "SUM1" gab es im Dezember 2017 ein neues Interview mit Christian Alvart, in dem dieser natürlich auch auf seine Pläne bezüglich des angekündigten Captain-Future-Films angesprochen wurde. Zur geplanten Storyline gibt es im Vergleich zum früheren Rocketbeans-TV-Interview keine neuen Aussagen: Auch hier wird - was man bei Hamilton übrigens nicht findet - wieder betont, der Captain sei "unbeholfen", "steif" und irgendwie "rückständig" im Umgang mit Menschen, überdies habe er eine "Kaspar-Hauser-Geschichte", denn er sei ohne jeglichen Kontakt zu Menschen aufgewachsen (min. 04:26 bis ca. min. 04:46)...

Trotzdem ergibt die Wiederholung dieser Aussage jetzt einen Sinn: Eine Beschreibung des jungen Captains-in-spé als eine Art weltfremder, wenn auch intelligenter "Sonderling" kann man nämlich bei Allen Steele nachlesen, der mit seinem 2017 erschienenen Retro-Roman "Avengers of the Moon" ein Paralleluniversum (1) entworfen hat, in dem er seine eigene Version der Vorgeschichte des Captains erzählt (dort begegnen wir einem Curtis Newton, der, weil ohne Kontakt zu Menschen aufgewachsen, nicht weiß, wie man mit diesen angemessen kommuniziert, als er ihnen plötzlich gegenübersteht). Auch Alvart will die Vorgeschichte des zukünftigen Captains erzählen und hat von seinem Helden ähnliche Vorstellungen wie Steele. Ist das jetzt ein Zufall?

Das alles passt wiederum zu dem Stern-Interview von 2014, in dem Alvart sagt, ein "amerikanischer Autor säße derzeit an einem lustigen Rewrite" (2)... Nun, das "Rewrite" wurde inzwischen offenbar fertiggestellt und lässt sich über den englischsprachigen Buchhandel beziehen (3).

Ob der Bezug auf die Steele'sche Parallelwelt (3) lizenzrechtliche Gründe hat oder nicht, oder ob sie von Anfang an Teil des Plans war, verbleibt derzeit im Reich der Spekulation, genau wie die Frage, ob wir später auf der großen Leinwand tatsächlich eine Umsetzung von "Avengers of the Moon" zu sehen bekommen oder ob sich die geplante Storyline doch anders entwickelt.

Leider sind die Infos zum Film bislang ja sehr spärlich. Warten wir also weiter - auf die nächsten Häppchen an Neuigkeiten vom Filmprojekt...

Quellen

  1. In diesem CF-Paralleluniversum leben die Eltern Kuoluns noch, der Mond ist von Menschen besiedelt, Grag lediglich ein primitiver Industrieroboter (also nicht von Futures Eltern gebaut) und Otho eigentlich als Ersatzkörper für Simon Wright erschaffen worden, der stattdessen in einer Art "Drohne mit Greifarmen" lebt, u. v. m.

  2. STERN-Interview vom 02.09.2014 - "Auf der Hollywoodschaukel mit ... Christian Alvart: Was Til Schweiger, Sido und Captain Future gemeinsam haben"

  3. Buch-Link - "Avengers of the Moon: A Captain Future Novel", Allen Steele, ISBN-13: 978-0765382184

Verfilmungs-News: Das RocketBeans-TV-Interview

Verfilmung. Einer der sehentlichsten Wünsche der Fans, die lange gewartet haben auf Neuigkeiten in Bezug auf "Captain Future", und jetzt - ta-da! - werden sie von Chris Alvart höchstpersönlich im RocketbeanTV-Interview verkündet... Also war doch etwas 'dran an dem, wie sich nun herausstellte, absichtlich (wenn auch mit ganz anderen Hintergedanken) geleakten Trailer. Demensprechend löst die Nachricht eine riesengroße Begeisterung darüber aus, den Lieblingsweltraumhelden in absehbarer Zeit endlich auf der großen Leinwand sehen zu können, denn dass "Captain Future" Stoff für Großes Kino ist, wussten die Fans schon lange.

Fans sind allerdings eine schwierige Kundschaft, haben sie doch sehr genaue Vorstellungen davon, wie ihr Held in einem solchen Film sein soll, und wehe, er gerät nicht so, wie sie es vor ihrem geistigen Auge sehen... Im Falle des Captains ist ersteres, sprich, das Aussehen, schon mehr oder weniger geklärt, da ein Teil der frohen Botschaft lautete, dass die Designrechte von Toei erworben wurden. Uff, Haken 'dran, gottseidank lässt das Filmprojekt also eine Optik erwarten, wie die Fans es von der Zeichentrickserie her gewohnt sind.

Bleibt eine Aussage, die die Hardcore-Fans irritiert hat: Zur Story des zukünftigen Filmes wurde unter anderem erzählt, dass Future ja ohne jeglichen Kontakt zu Menschen aufgewachsen sei und deshalb bei Kontakten "weltfremd", unbeholfen oder "nerdig" 'rüberkäme, eben weil er den Umgang mit Menschen nicht gewohnt sei... Seltsam. Denn bei Edmond Hamilton kann man nachlesen, dass der junge "Captain-in-spe" bereits in seiner Jugend schon etliche Reisen kreuz und quer durch das Sonnensystem unternommen hat, um die einzelnen Systeme mit ihren Welten und Kulturen kennenzulernen (und somit zwangsläufig auch auf Menschen - beiderlei Geschlechts - getroffen sein muss) - eine völlige "Menschen-Fremdheit" kann somit einfach nicht der Fall sein. Hmmm. Ist so etwas eine Art "Zugeständnis an ein junges Publikum", um die Lacher auf seiner Seite zu haben?

Bei Star Trek löste die Neuauflage der Abenteuer von Captain Kirk & Co. ebenfalls Diskussionen im Fandom aus, aber wie immer man auch zu den neuen Filmen (und der neuen Timeline) steht - letztendlich ist ein ansehnliches Stück Unterhaltung dabei herausgekommen, das der Serie viele neue Fans dazugewonnen hat.
Bei CF gehen die Aussagen im Interview ganz klar dahin, dass man nicht vorhabe, die Verfilmung "cartoonig" geraten zu lassen, dass nämlich ein Teil des Charmes der Serie darin läge, dass das Setting ernstzunehmend sei und auch die Serie sich selbst ernst nähme. Und genau DAS wünschen wir Fans uns für den CF-Film - der übrigens, laut den Machern, bei entsprechender Rezeption durch das Publikum nur als erster einer ganzen Reihe geplant ist (!), was uns Fans natürlich freut, für die Macher jedoch den Erfolgsdruck beträchtlich erhöht ;-)

Abwarten und Teetrinken also. Denn eine weitere Kernaussage des Interviews ist, dass das Verfilmungs-Projekt mit viel Ruhe angegangen werden soll - man will es eben gut machen. Yup. So muss das sein.
Und was das Warten betrifft: Seit der Erstausstrahlung sind inzwischen über 35 Jahre vergangen... warten sind wir Fans also gewohnt, darum werden wir auch noch eins-zwei Jahre weiter durchhalten.

Captain Future - Die Verfilmung

Rote Haare sind sexy. Spätestens seit den 80er Jahren wissen wir, dass rothaarige Wissenschaftlertypen unheimlich cool sind und dabei noch richtige Helden sein können...
Nein, die Rede ist nicht von Robert Redford, der durchaus für die animé-Umsetzung der Figur des "Captain Future" Pate gestanden haben mag, sondern vom Captain selbst, dem geistigen Kind Edmond Hamiltons, eines US-amerikanischen Pulp-Autors der 40er Jahre. Zu einer Zeit, in der viele der heute noch bekannten Superhelden das Licht der Welt erblickten (z. b. Superman, Batman), erschuf der Vielschreiber Hamilton seinen vielleicht bekanntesten Charakter - den Wissenschaftler Curtis Newton, der unter dem nom de guerre "Captain Future" zusammen mit seiner dreiköpfigen Mannschaft auf interstellare Verbrecherjagd geht. In 20 epischen Abenteuern und 7 Kurzgeschichten kämpfen Future, Grag (der Roboter), Otho (der Androide) und Prof. Simon Wright (das "fliegende Gehirn") für die Gerechtigkeit im Universum und gegen Superschurken, perfide Technokraten oder finstere Eroberer - das ist Space Opera vom feinsten.

Die bis dahin in Europa weitgehend unbekannten Geschichten wären sicherlich irgendwann in Vergessenheit geraten, hätte nicht Ende der Siebziger die japanische Toei Animation sich des Stoffes bemächtigt und daraus die gleichnamige Zeichentrickserie kreiert. Zur damaligen Zeit war ein derartig ausgefeilt aufgemachtes Cartoon-Weltraumabenteuer etwas völlig Neues, und zu Recht schlug die Serie in ganz Europa geradezu wie eine Bombe ein - vor allem in Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland erfreute sie sich großer Beliebtheit und kann wohl als Vorläufer vieler heutiger animés betrachtet werden.

Ende 2010 konnte sich Christian Alvart ("Pandorum", div. Tatorte) die Rechte an dem Stoff sichern und kündigte die Verfilmung an. Geplant war ursprünglich eine Realisierung von "europäischem Format" (ähnlich dem "5. Element"). Nachdem es jahrelang still um die Filmpläne war, sorgte Ende Juli 2015 ein geleakter Trailer für Furore - allerdings wurde dieser aus rechtlichen Gründen nach 2 Tagen wieder aus dem Netz entfernt. Und inzwischen ist es Alvart gelungen, auch die Designrechte von Toei Animation (1) zu erwerben, so dass ein zukünftiger Film im "look and feel" der Serie zu erwarten ist. Mehr dazu im Interview von RocketbeansTV:

Jetzt heißt es "warten" für die Fans, während nach wie vor die Welle der Superhelden-"Reboots" über die Kinoleinwände schwappt... Die Zwischenzeit können wir uns jedoch mit Dave Guivants Version der Abenteuer des Captains versüßen, bei der er Anklänge an das Toei'sche Design mit Retro-Elementen der Pulp-Serie verschmilzt und damit einen ganz neuen Stil kreiert: "best of both worlds", sozusagen...

CAPTAIN FUTURE FILM 2014 ( PILOT EPISODE OPENING CREDITS ✰ WEB TV SERIES ✰ FAN MADE ) from DAVID GUIVANT on Vimeo.

Leider handelt es sich dabei nur ein Trailer; nichtsdestotrotz ist dieser eindrucksvoll für ein 1-Mann-Projekt. Schade eigentlich, dass nicht auch daraus ein abendfüllender Film wurde - wir jedenfalls würden gerne mehr davon sehen...!

(1) Ein weiteres Fan-Projekt war in 2005 bereits schon im Vorfeld am "Nein" von Toei gescheitert